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ORF – Bericht

Die vielfältigen Aufgaben der Jagd standen im Mittelpunkt eines aktuellen Beitrags von ORF Vorarlberg. Landesjägermeister Manfred Vonbank machte deutlich, dass Jagd weit mehr als die Erlegung von Wild umfasst: Naturschutz, Wildtiermonitoring, Tiergesundheit, Ausbildung und Wissensvermittlung gehören ebenso dazu.

Thematisiert wurden auch die Rolle der Jägerschaft als Dienstleister etwa bei der Regulierung des Kormorans, die TBC-Bekämpfung, der Wolf sowie das weiterhin große Interesse an der Jagdausbildung.

Der ORF-Beitrag trägt dazu bei, die vielfältigen Leistungen der Vorarlberger Jägerschaft sichtbar zu machen und ein zeitgemäßes Bild der Jagd in der Öffentlichkeit zu vermitteln.

Der Beitrag in „Vorarlberg heute“ vom 13. Juli startet ab Minute 7:50.

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Ergänzend ist auf vorarlberg.ORF.at ein ausführlicher Artikel zum Thema erschienen.

Artikel „Jäger werden immer mehr zu Dienstleistern“ auf vorarlberg.ORF.at lesen

2. Innovationspreis der Vlbg. Jagdschutzorgane

Innovationen im Revier

Der Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane schreibt zum zweiten Mal den Innovationspreis aus.

Jagdschutzorgane sind täglich mit den Herausforderungen moderner Jagd konfrontiert. Dabei entstehen immer wieder kreative Lösungen, neue Arbeitsweisen und innovative Projekte, die den Revieralltag erleichtern, die Sicherheit erhöhen, Lebensräume verbessern oder einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Wildtieren leisten.

Mit dem Innovationspreis sollen diese Ideen sichtbar gemacht und ausgezeichnet werden. Gesucht werden Projekte, Maßnahmen oder Entwicklungen, die durch Praxisnähe, Nachhaltigkeit und Vorbildwirkung überzeugen und auch für andere Reviere wertvolle Impulse liefern.

Mit diesem Preis werden Jagdschutzorgane, die mit ihrem besonderen Engagement oder einem innovativen Projekt eigenständig oder in Zusammenarbeit mit ihren Arbeitgebern ausgezeichnet. In der Rolle der Vorbildfunktion werden die Preisträger bzw. Projekte in entsprechenden Medien öffentlich kommuniziert bzw. dargestellt.

Themenschwerpunkt: "Innovationen im Revier"

gesucht werden

Eingereicht werden können innovative Ideen, Entwicklungen oder Umsetzungen aus folgenden Bereichen:

  • Revierpflege und -bewirtschaftung
  • Sicherheit und Ausrüstung im Revierdienst
  • Digitalisierung und Datenmanagement in der Jagd
  • Jagdpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit
  • Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung
  • Wildbeobachtung, -überwachung und Management

Anmeldeschluss: 15.09.2026

Einsendeschluss: 31.03.2027

Abwurfstangenschau Bezirk Bludenz

Am Samstag, den 30. Mai 2026, lud die Bezirksgruppe Bludenz zur traditionellen Abwurfstangenschau nach Bürs ein. In Kombination mit dem Bürser Jagdschießen entstand ein würdiger Rahmen für diese wichtige Veranstaltung. Die zentral gelegene und wetterfeste Örtlichkeit bot ideale Bedingungen – und die Hegegemeinschaften des Bezirkes Bludenz präsentierten die Abwurfstangen ihrer Reviere.

Fachlich fundierte Grundlage für die Abschussplanung

In seiner Begrüßungsrede betonte LJM BJM ROJ Manfred Vonbank die Wichtigkeit, im Frühjahr die abgeworfenen Stangen zu sammeln und gemeinsam auf dieser Veranstaltung zu präsentieren. Hier geht es nicht um Trophäenkult, sondern um gesicherte Informationen über die Gesundheit und Zusammensetzung des Rotwildbestandes zu erhalten. Diese wildbiologische Daten sind ein wesentlicher Teil für eine fachgerechte Abschussplanung.  Wobei die TBC-Bekämpfungsgebiete aufgrund der besonderen Abschussvorgaben bei dieser Statistik weniger berücksichtigt werden können.

Durch das jährliche Auspunkten der Stangen und dem Bilden des Durchschnitts der 20 besten Hirsche, können frühzeitig Trends erkannt werden. Im letzen Jahr gaben es einen Durchschnitt von ca. 190 Punkten, heuer von 186 Punkten – somit nahezu gleich geblieben. 

Organisation und Highlights

Die Organisation übernahm  JSO Andreas Wiedemann mit einem engagierten jungen Team. Bewertung der Trophäen, Bildmaterial für das Hirschbüchlein sowie der Ablauf der Veranstaltung wurden vorbildlich umgesetzt – Weidmannsdank dafür!

Insgesamt wurden heuer 170 Stangen aufgelegt, davon 93 Erntehirsche. Die ältesten Hirsche waren Linus aus Vandans (Hg. 3.3) mit 18 Jahren und Glenfiddich aus dem Walsertal (HG1.1) mit
16. Jahren

Die drei stärksten Hirsche

        3.3 Rellstal-Gauertal-Gamperdelstal                           3.3 Rellstal-Gauertal-Gamperdelstal                            3.3 Rellstal-Gauertal-Gamperdelstal

      Links: Gluriser mit 216,98 Punkten (7. Kopf)             Mitte: Kurz mit 217,15 Punkten (12. Kopf)             Rechts: Stark mit 209,61 Punkten (8. Kopf)

Das „Hirschbüchle Bezirk Bludenz“ wird auch heuer wieder aufgelegt und kann an den üblichen Verkaufsstellen erworben werden.

Über den Überraschungspreis – eine Ruger Repetierbüchse –  konnte sich heuer Dr Stephan Dertinger von der GJ Bludenz III freuen.

Am Nachmittag klang die Veranstaltung beim Bürser Jagdschießen aus. Hier bot sich nochmals Gelegenheit zum kameradschaftlichen Austausch – ganz im Sinne der gelebten Jagdkultur: in Gemeinschaft, einem „Schwätzle“ in jagdlicher Runde und Austausch über Jagderlebnisse.

JHV der Vlbg. Jagdschutzorgane 2026

Am 29. Mai 2026 eröffnete RJ Manuel Nardin pünktlich um 19:00 Uhr die 62. Jahreshauptversammlung der Vorarlberger Jagdschutzorgane. Die Veranstaltung fand im festlich geschmückten Gasthaus Ur-Alp in Au statt und war sehr gut besucht – neben zahlreichen Mitgliedern konnten auch viele Ehrengäste begrüßt werden.

Für die feierliche Umrahmung sorgte die Jagdhornbläsergruppe der Bezirksgruppe Bludenz, die der Versammlung einen würdigen musikalischen Rahmen verlieh.

Rückblick und Bericht des Obmanns

Fachexkursion & Fortbildung 
43 JSO besuchten im Juli die Tiroler Landesjagd im Pitztal, wo Jagdleiter Norbert Krabacher und drei Berufsjäger das Jagd- und Wildtiermanagement im 22.000 ha großen Revier sowie das Tiroler Steinbock Museum vorstellten.

Zwei Fortbildungseinheiten zur Wildbrethygiene mit renommierten Referenten – darunter Landesveterinär Dr. Norbert Gerber, Dr. Walter Glawischnig (AGES Innsbruck) und Dr. Armin Deutz – rundeten das Bildungsangebot ab. Erstmals war auch eine Online Teilnahme möglich 

Vorstandswahlen & LWK-Wahlen:
Aufgrund eines versäumten Wahlgangs bei der JHV 2025 wurde eine Außerordentliche Generalversammlung einberufen, bei der der gesamte Vorstand wiedergewählt wurde. Einzige Änderung: RJ Bertram Netzer übergab sein Amt als Gebietsvertreter Bezirk Bludenz an RJ Patrick Düngler.

Bei den Neuwahlen der LWK folgten Elisa Schlachter als neue Vizepräsidentin, sowie BJ Theodul Waldner und DI Sigi Terzer als Kammerräte auf die langjährigen Funktionäre DI Hubert Malin und LJM ROJ Manfred Vonbank. Ein großer Dank an Beider für Ihre 25 bzw. 20 Jahre hervorragende Arbeit. Andreas Wiedemann, BJ aus Brand, steht als Ersatzmitglied auf der Liste.

Kollektivvertrag:
Bei den Kollektivvertragsverhandlungen wurde eine Lohnerhöhung von 3,5 % sowie eine Anhebung der Schutz- und Arbeitskleidungspauschale von 110 auf 125 Euro pro Monat (max. 1.500 Euro/Jahr, gegen Rechnungslegung) erzielt.

Lehrberuf Berufsjagdwirt & Ausbildungsjäger
Der neue österreichweit anerkannte Lehrberuf Berufsjagdwirt soll ab Herbst 2026 starten (2 Jahre, inkl. Berufsschule Rotholz). Aktuell absolvieren 30 Probejäger ihre Ausbildung. Der Obmann appellierte eindringlich an alle Lehrreviere, eine vielseitige und qualitativ hochwertige praktische Ausbildung sicherzustellen.

Anerkannte Naturschutzorganisation
Der Verband der Vorarlberger Jagdschutzorgane wurde als zweite anerkannte Naturschutzorganisation mit jagdlichem Hintergrund im Land anerkannt und genießt damit Anhörungs-, Beschwerde- und Parteistellungsrechte.

TBC & Rotwildbewirtschaftung 
Trotz enormer Anstrengungen der Jagdschutzorgane in den betroffenen Gebieten, war das vergangene Jahr von öffentlichen Debatten und Schuldzuweisungen geprägt. Der Obmann dankte den handelnden Personen ausdrücklich für ihren Einsatz und plädierte für sachliche, lösungsorientierte Zusammenarbeit vor Ort, anstatt medialer Auseinandersetzungen. Vor allem hebt er dabei LR Christian Gantner und auch Landwirtschaftskammerpräsident Moosbrugger hervor, die gemeinsame sachliche Kommunikation an erste Stelle setzen. 

Wolfssituation
Anlässlich der Gesetzesänderung zur Wolfsregulierung veranstaltete der Verband gemeinsam mit der Vbg-Jägerschaft einen Informationsabend in Hohenems. Wildbiologie Arno Puorger (Graubünden) und Jurist Florian Hagen (Land Vorarlberg) informierten über Wolfsmanagement und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Der Obmann betonte: Ein gesichteter Wolf allein stellt noch keine Abschusslegitimation dar – JSO werden jedoch im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten ihren Beitrag leisten.

WWKS Aufnahme
Er empfiehlt allen JSO die Aufnahme gemeinsam mit den Waldaufsehern durch zu führen. Zum einen sind die Ergebnisse daraus für alle wichtig und Ausschlag gebend und zum anderen kann die gemeinsame Zeit  während der Aufnahme, für wertvolle Diskussionen und Gespräche genutzt werden. So kann gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufgebaut und gefestigt werden. 

Dank und Schlusswort

Der Obmann dankte dem gesamten Vorstand, der Vbg-Jägerschaft, insbesondere Geschäftsführer Gernot Heigl und Lea Engel-Klien, sowie Richard Simma und Maria Ströhle von der Sektion Dienstnehmer, für die wertvolle Unterstützung im vergangenen Vereinsjahr.

Ehrungen

Für besondere Verdienste und langjährigen engagierten Einsatz als Jagdschutzorgan verleiht der Verband Ehrenauszeichnungen und Berufstitel.

Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurden folgende Mitglieder in Anerkennung ihrer Leistungen zum Revierjäger ernannt:

  • RJ Reinhard Hellmair, Lustenau

  • RJ Markus Schnetzer, Muntlix

  • RJ Florian Salzgeber, Tschagguns

  • RJ Matthias Feurstein Bizau

zum Revieroberjäger

  • ROJ Thomas Fritsche, Mellau

Die Auszeichnung ist Ausdruck großer Wertschätzung für das langjährige Engagement dieser Kollegen im Dienste von Wild, Natur und Jagd.

Ehrenmitgliedschaft

DI Hubert Malin kam eine besondere Ehre zu Teil. Er wurde von der Jahreshauptversammlung einstimmig zum Ehrenmitglied des Vereines der Vbg Jagschutzorgane ernannt. In seiner Laudatio hob LJM ROJ Manfred Vonbank Hubert’s jahrelange Unterstützung des Vereins und seinen unermüdlichen Einsatz für dessen Interessen hervor. Als äußeres Zeichen wurde ihm eine Ehrenscheibe überreicht.

Zeugnisverteilung Jagdschutzprüfung 2025

Ein besonderer Programmpunkt der Jahreshauptversammlung war die feierliche Überreichung der Zeugnisse an die erfolgreichen Absolventen der Jagdschutzprüfung 2026.

DI Hubert Schatz, Leiter der Prüfungskommission, übergab im festlichen Rahmen die Abschlusszeugnisse an die frisch geprüften Jagdschutzorgane:

  • Sabine Trillsam, Feldkirch

  • Alexander Tschofen, Dafins

  • Michael Franzelin, Dornbirn

  • Markus Hiller, Schwarzenberg

  • Florian Ritsch, Riezlern

  • Matthias Marxgut, Hittisau

  • Ralph-Julian Schenk, Bludenz

  • Andreas Uwe Schuh, Innerbraz

  • Johannes Rauch, Thüringen

Zum Abschluss richtete Obmann Manuel Nardin noch einige persönliche Worte an die frisch geprüften Jagdschutzorgane. Er gab ihnen wertvolle Gedanken für ihren künftigen Berufsalltag mit auf den Weg:

  • Seid achtsam, mit wem ihr euch einlasst.

  • Lasst euch durch Gefälligkeiten nicht in eine Abhängigkeit bringen – bewahrt eure Unbestechlichkeit.

  • Bleibt stets aufrichtig und handelt geradlinig.

  • Verleiht eurem Namen nicht leichtfertig Gewicht – steht zu euren Entscheidungen.

  • Pflegt und achtet die Tradition – durch würdige Kleidung, Tracht und Jägerhut.

Diese Grundsätze sollen Orientierung geben und helfen, das Ansehen und die Werte des Berufsstandes auch in Zukunft zu wahren.

 

Am Ende der Veranstaltung überbrachte LR Christian Gantner die offiziellen Grüße des Landes Vorarlberg und dankte für die anspruchsvolle Arbeit der JSO.

Die besten Wünsche von der Landwirtschaftskammer überbrachte Stefan Simma und hob die Wichtigkeit der Zusammenarbeit hervor.

LJM ROJ Manfred Vonbank überbrachte die Grüße der Vbg Jägerschaft und betonte die Wichtigkeit und die Vorbildfunktion der Jagdschutzorgane. Er erwartet, dass die Aufgaben in Zukunft wachsen werden und dankt dem Verein und dem Vorstand für seine hervorragende Arbeit.  

Bürser Jagdschießen 2026

Beim Bürser Jagdschiessen wurde auf ein möglichst reviernahes Bild geachtet

Das beliebte Bürser Jagdschießen in der Bürser Schlucht fand vor kurzem zum 64. Mal statt. 426 Schützen begaben sich in die Bürser Schlucht um im Rahmen eines Revierganges auf eine Ringschreibe, einen Fuchs, einen verschwindenden Rehbock, einen Gamsbock und einen ziehenden Hirsch möglichst genau zu schießen. Die Scheiben wurden in der Natur so aufgestellt, dass sich hinsichtlich Stand und Ziel ein möglichst reviernahes Bild ergeben haben. Auf jede Scheibe durfte nur ein Schuss abgegeben werden. Die Summe aller erreichten Ringe ergab dann für jeden das Gesamtergebnis. Alle Schützen, die insgesamt 50 Ringe erreicht hatten, waren berechtigt, auf die Ehrenscheibe zu schießen. Auch einige Jungjäger, die vor kurzem ihre Jagdprüfung erfolgreich ablegten, versuchten, betreut durch ihre Schießausbilder, ihr Glück.

Besonders erfreulich, dass auch immer wieder Schützen aus den unterschiedlichsten Ländern den Weg nach Bürs finden, um im fairen Vergleichskampf das Schießkönnen zu trainieren. So waren Teilnehmer aus der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, Italien, Finnland, Belgien und Slowakei dabei.

Anbei eine Statistik, die Michael Felder mit dem von ihm programmierten Auswerteprogramm erstellt hat:

Kunstvoll bemalte Ehrenscheibe

Acht Schützen erhielten die Ehre, auf die von Walter Themessl kunstvoll bemalten und von Waffen Keckeis gesponserten Ehrenscheibe zu schießen. Walter Hagen, Meinrad Tesler, Otto Platzer, Walter Weidemann, Raimund Rauch, Tobias Müller, Ernst Pelizzatti und Anton Peter versuchten ihr Glück. Dabei konnte heuer Rauch Raimund aus Bürs die Ehrenscheibe übernehmen – heuer wetterbedingt keine leichte Aufgabe. (Wolkenbruch)  Als beste Frau erhielt Johannea Moser eine kunstvoll bemalte Scheibe von Steffi Holder. Für alle Schützen, die eine Ringzahl von 46 und höher erreichten, wartete ein großzügig gedeckter Gabentisch. LJM BJM Manfred Vonbank freute sich über die rege Teilnahme und betonte anlässlich der Preisverteilung die Wichtigkeit, sich Anfang des Jahres mit dem jagdlichen Schießen auseinanderzusetzen.

Großer Dank

Er bedankte sich bei der Agrargemeinschaft Bürs und der Gemeinde Bürs für die Unterstützung, der Jagdgesellschaft Bürs mit Werner Plangg als federführende Organisation, der Bewirtung, den vielen Helfern an den Ständen und den Sponsoren. Für die musikalische Umrahmung der Preisverteilung sorgten die Jagdhornbläser der Bezirkgruppe Bludenz. „Ich bedanke mich für die große Zahl an Teilnehmer, für die Disziplin in der Schlucht und freue mich auf das nächste Jahr“, so Vonbank abschließend.

Für Interessierte noch ein paar Statistiken von Michael

Radio Vorarlberg: Jagd – eine Imagefrage?

Jägerinnen und Jäger werden häufig auf das Schießen reduziert. Dabei übernimmt die Jagd in Vorarlberg weit mehr Aufgaben – von Lebensraumschutz über Wildtiermonitoring bis hin zur Rehkitzrettung, Schutzwaldpflege und Umweltbildung.

 

Landesjägermeister Manfred Vonbank war dazu am 20. Mai 2026 bei „Neues bei Neustädter“ auf Radio Vorarlberg zu Gast.

Thema:
„Eine Imagefrage? Jäger haben vielfältige Aufgaben, sie werden aber allzu oft auf das Schießen reduziert.

Welche Verantwortung haben die Jäger für unser Land?“

Neuer Vorarlberger Landesjägermeister

Die Generalversammlung der Vorarlberger Jägerschaft hat Manfred Vonbank einstimmig zum neuen Landesjägermeister gewählt. Der 60-jährige Berufsjäger und studierte Musiker übernimmt damit das Amt von Alt-Landesjägermeister Dr. Christoph Breier, welcher nach zwei Funktionsperioden und insgesamt sechs Jahren an der Spitze der Vorarlberger Jägerschaft seine Funktion aus Altersgründen zurücklegt.

Mit Manfred Vonbank wird künftig ein erfahrener Praktiker und langjähriger Funktionär die Geschicke der Vorarlberger Jägerschaft lenken. Seit dem Jahr 2000 ist er hauptberufliches Jagdschutzorgan und engagiert sich seit Jahrzehnten in unterschiedlichsten Bereichen der Jagdorganisation, Ausbildung und Wildbewirtschaftung.

Von 2001 bis 2022 stand er dem Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane als Obmann vor. Darüber hinaus war er von 2008 bis 2014 Bezirksjägermeister-Stellvertreter im Bezirk Bludenz und übt seit 2014 die Funktion des Bezirksjägermeisters aus. Als Hegeobmann der Hegegemeinschaft 2.2 – Klostertal sowie als Obmann der Steinwildkolonie Arlberg-Valuga/Amlajur bringt Vonbank umfassende Erfahrung in der praktischen Wildtierbewirtschaftung mit.

Unterstützt wird der neue Landesjägermeister künftig von seinen Stellvertretern:

  • LJM -Stv. Hubert Bertsch jun.
  • LJM-Stv. Simon Köb
  • LJM-Stv. Mag. Jürgen Rauch
  • LJM-Stv. Hans Metzler

Mit diesem Team setzt die Vorarlberger Jägerschaft bewusst auf die Verbindung aus langjähriger Erfahrung, fachlicher Kompetenz und der Einbindung einer jüngeren Generation von Jagdfunktionären. Dadurch soll sowohl Kontinuität gewährleistet als auch Raum für neue Ideen und zukünftige Entwicklungen geschaffen werden.

Gewählte Vorstandsmitglieder

Im Zuge der Generalversammlung wurden zudem folgende Vorstandsmitglieder der Vorarlberger Jägerschaft gewählt:

  • MMag. Dr. Tobias Gisinger (Rechtsbeirat)
  • Gernot Heigl MSc (Schriftführer)
  • Mag. Peter Rhomberg (Finanzreferent)
  • RJ Edwin Kaufmann (Vertreter Jagdschutzorgane)
  • Eberhard von Gemmingen-Hornberg (Vertreter der im Ausland wohnhaften Mitglieder)

Kontrollorgane

 Als Mitglieder des Kontrollorgans wurden folgende Personen gewählt:

  • Gerhard Humpeler (Rechnungsprüfer)
  • Stephan Kaar (Rechnungsprüfer)
  • Christof Santer (Ersatzmitglied)

Beschluss der Novelle zum Vorarlberger Jagdgesetz 2026

Der Vorarlberger Landtag hat am 15.04.2026 eine Änderung des Jagdgesetzes beschlossen.

Wichtigste Änderungen im Überblick:

  • Wenn von einem Wolf eine unmittelbare Gefahr ausgeht, darf dieser erlegt werden.
  • Ein Jagdschutzorgan darf durch Verkehrsunfall verletztes Wild auch in einem Jagdgebiet, für das es nicht als Jagdschutzorgan bestellt ist, erlegen.
  • Kahlwildvorschreibungen (§ 39 Abs. 3 Jagdgesetz) können künftig per Verordnung (der Bezirkshauptmannschaften) angeordnet werden.
  • Für die Zulassung von Ausnahmen betreffend Großraubwild ist nunmehr die Landesregierung die zuständige Behörde.

 

Die Dokumente dazu mit der beschlossenen Novelle finden Sie hier zum Download.

Download – Gesetz nach der Beschlussfassung

Download – Selbstständiger Antrag

Salzkistchen vom Sunnahof

Nicht nur der Mensch ist auf Spurenelemente und Mineralstoffe angewiesen, auch die Wildtiere benötigen diese. Neben Hase und Taube benötigen auch Reh- und Rotwild, insbesondere aber Gams- und Steinwildwild für ihren Stoffwechsel Salze. Das in Salzlecken vorgelegte Salz enthält Natrium, Magnesium und in unterschiedlichen Konzentrationen Zink, Kobalt, Jod, Selen und Eisen.

Nicht nur der Haarwechsel und der Knochen- und Geweihaufbau sondern auch die Milchbildung bewirken einen erhöhten Bedarf. Ebenfalls wichtig sind die Mineralien und Spurenelemente für die Blutbildung, als Schutz gegen Parasiten und für den Aufbau von Verdauungsenzymen. Natürliche Natriumquellen sind in der Kulturlandschaft mittlerweile leider Mangelware.

Um diesen Bedarf besser decken zu können ist die Möglichkeit gegeben Salzlecksteine, Mineralsalzbruchsteine oder Viehlecksteine im Revier anzubieten.

Dafür bietet der Sunnahof in Göfis die passende Reviereinrichtung an:

Die Salzlecke eignet sich ideal zur Montage am Baum, Baumstumpf oder Pfahl.

 

Kleine Salzkiste

  • Material: 12 mm Seekiefer, 4 mm Dachpappe geflämmt
  • Leiste vorne nicht geleimt, versetzbar
  • Innenmaße ca. 20 x 15 x 20 cm
  • Rückseite bündig

€ 28,– pro Stück

Aktion für Mitglieder der Vlbg. Jägerschaft: 6 + 1 Gratis

Große Salzkiste (Rotwild)

  • Material: 12 mm Seekiefer, 4 mm Dachpappe geflämmt
  • Leiste vorne nicht geleimt, versetzbar
  • Innenmaße ca. 25 x 20 x 25 cm
  • Rückseite bündig

€ 34,– pro Stück

Aktion für Mitglieder der Vlbg. Jägerschaft: 6 + 1 Gratis