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Bürser Jagdschießen 2026

Beim Bürser Jagdschiessen wurde auf ein möglichst reviernahes Bild geachtet

Das beliebte Bürser Jagdschießen in der Bürser Schlucht fand vor kurzem zum 64. Mal statt. 426 Schützen begaben sich in die Bürser Schlucht um im Rahmen eines Revierganges auf eine Ringschreibe, einen Fuchs, einen verschwindenden Rehbock, einen Gamsbock und einen ziehenden Hirsch möglichst genau zu schießen. Die Scheiben wurden in der Natur so aufgestellt, dass sich hinsichtlich Stand und Ziel ein möglichst reviernahes Bild ergeben haben. Auf jede Scheibe durfte nur ein Schuss abgegeben werden. Die Summe aller erreichten Ringe ergab dann für jeden das Gesamtergebnis. Alle Schützen, die insgesamt 50 Ringe erreicht hatten, waren berechtigt, auf die Ehrenscheibe zu schießen. Auch einige Jungjäger, die vor kurzem ihre Jagdprüfung erfolgreich ablegten, versuchten, betreut durch ihre Schießausbilder, ihr Glück.

Besonders erfreulich, dass auch immer wieder Schützen aus den unterschiedlichsten Ländern den Weg nach Bürs finden, um im fairen Vergleichskampf das Schießkönnen zu trainieren. So waren Teilnehmer aus der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, Italien, Finnland, Belgien und Slowakei dabei.

Anbei eine Statistik, die Michael Felder mit dem von ihm programmierten Auswerteprogramm erstellt hat:

Kunstvoll bemalte Ehrenscheibe

Acht Schützen erhielten die Ehre, auf die von Walter Themessl kunstvoll bemalten und von Waffen Keckeis gesponserten Ehrenscheibe zu schießen. Walter Hagen, Meinrad Tesler, Otto Platzer, Walter Weidemann, Raimund Rauch, Tobias Müller, Ernst Pelizzatti und Anton Peter versuchten ihr Glück. Dabei konnte heuer Rauch Raimund aus Bürs die Ehrenscheibe übernehmen – heuer wetterbedingt keine leichte Aufgabe. (Wolkenbruch)  Als beste Frau erhielt Johannea Moser eine kunstvoll bemalte Scheibe von Steffi Holder. Für alle Schützen, die eine Ringzahl von 46 und höher erreichten, wartete ein großzügig gedeckter Gabentisch. LJM BJM Manfred Vonbank freute sich über die rege Teilnahme und betonte anlässlich der Preisverteilung die Wichtigkeit, sich Anfang des Jahres mit dem jagdlichen Schießen auseinanderzusetzen.

Großer Dank

Er bedankte sich bei der Agrargemeinschaft Bürs und der Gemeinde Bürs für die Unterstützung, der Jagdgesellschaft Bürs mit Werner Plangg als federführende Organisation, der Bewirtung, den vielen Helfern an den Ständen und den Sponsoren. Für die musikalische Umrahmung der Preisverteilung sorgten die Jagdhornbläser der Bezirkgruppe Bludenz. „Ich bedanke mich für die große Zahl an Teilnehmer, für die Disziplin in der Schlucht und freue mich auf das nächste Jahr“, so Vonbank abschließend.

Für Interessierte noch ein paar Statistiken von Michael

Radio Vorarlberg: Jagd – eine Imagefrage?

Jägerinnen und Jäger werden häufig auf das Schießen reduziert. Dabei übernimmt die Jagd in Vorarlberg weit mehr Aufgaben – von Lebensraumschutz über Wildtiermonitoring bis hin zur Rehkitzrettung, Schutzwaldpflege und Umweltbildung.

 

Landesjägermeister Manfred Vonbank war dazu am 20. Mai 2026 bei „Neues bei Neustädter“ auf Radio Vorarlberg zu Gast.

Thema:
„Eine Imagefrage? Jäger haben vielfältige Aufgaben, sie werden aber allzu oft auf das Schießen reduziert.

Welche Verantwortung haben die Jäger für unser Land?“

Neuer Vorarlberger Landesjägermeister

Die Generalversammlung der Vorarlberger Jägerschaft hat Manfred Vonbank einstimmig zum neuen Landesjägermeister gewählt. Der 60-jährige Berufsjäger und studierte Musiker übernimmt damit das Amt von Alt-Landesjägermeister Dr. Christoph Breier, welcher nach zwei Funktionsperioden und insgesamt sechs Jahren an der Spitze der Vorarlberger Jägerschaft seine Funktion aus Altersgründen zurücklegt.

Mit Manfred Vonbank wird künftig ein erfahrener Praktiker und langjähriger Funktionär die Geschicke der Vorarlberger Jägerschaft lenken. Seit dem Jahr 2000 ist er hauptberufliches Jagdschutzorgan und engagiert sich seit Jahrzehnten in unterschiedlichsten Bereichen der Jagdorganisation, Ausbildung und Wildbewirtschaftung.

Von 2001 bis 2022 stand er dem Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane als Obmann vor. Darüber hinaus war er von 2008 bis 2014 Bezirksjägermeister-Stellvertreter im Bezirk Bludenz und übt seit 2014 die Funktion des Bezirksjägermeisters aus. Als Hegeobmann der Hegegemeinschaft 2.2 – Klostertal sowie als Obmann der Steinwildkolonie Arlberg-Valuga/Amlajur bringt Vonbank umfassende Erfahrung in der praktischen Wildtierbewirtschaftung mit.

Unterstützt wird der neue Landesjägermeister künftig von seinen Stellvertretern:

  • LJM -Stv. Hubert Bertsch jun.
  • LJM-Stv. Simon Köb
  • LJM-Stv. Mag. Jürgen Rauch
  • LJM-Stv. Hans Metzler

Mit diesem Team setzt die Vorarlberger Jägerschaft bewusst auf die Verbindung aus langjähriger Erfahrung, fachlicher Kompetenz und der Einbindung einer jüngeren Generation von Jagdfunktionären. Dadurch soll sowohl Kontinuität gewährleistet als auch Raum für neue Ideen und zukünftige Entwicklungen geschaffen werden.

Gewählte Vorstandsmitglieder

Im Zuge der Generalversammlung wurden zudem folgende Vorstandsmitglieder der Vorarlberger Jägerschaft gewählt:

  • MMag. Dr. Tobias Gisinger (Rechtsbeirat)
  • Gernot Heigl MSc (Schriftführer)
  • Mag. Peter Rhomberg (Finanzreferent)
  • RJ Edwin Kaufmann (Vertreter Jagdschutzorgane)
  • Eberhard von Gemmingen-Hornberg (Vertreter der im Ausland wohnhaften Mitglieder)

Kontrollorgane

 Als Mitglieder des Kontrollorgans wurden folgende Personen gewählt:

  • Gerhard Humpeler (Rechnungsprüfer)
  • Stephan Kaar (Rechnungsprüfer)
  • Christof Santer (Ersatzmitglied)

Beschluss der Novelle zum Vorarlberger Jagdgesetz 2026

Der Vorarlberger Landtag hat am 15.04.2026 eine Änderung des Jagdgesetzes beschlossen.

Wichtigste Änderungen im Überblick:

  • Wenn von einem Wolf eine unmittelbare Gefahr ausgeht, darf dieser erlegt werden.
  • Ein Jagdschutzorgan darf durch Verkehrsunfall verletztes Wild auch in einem Jagdgebiet, für das es nicht als Jagdschutzorgan bestellt ist, erlegen.
  • Kahlwildvorschreibungen (§ 39 Abs. 3 Jagdgesetz) können künftig per Verordnung (der Bezirkshauptmannschaften) angeordnet werden.
  • Für die Zulassung von Ausnahmen betreffend Großraubwild ist nunmehr die Landesregierung die zuständige Behörde.

 

Die Dokumente dazu mit der beschlossenen Novelle finden Sie hier zum Download.

Download – Gesetz nach der Beschlussfassung

Download – Selbstständiger Antrag

Salzkistchen vom Sunnahof

Nicht nur der Mensch ist auf Spurenelemente und Mineralstoffe angewiesen, auch die Wildtiere benötigen diese. Neben Hase und Taube benötigen auch Reh- und Rotwild, insbesondere aber Gams- und Steinwildwild für ihren Stoffwechsel Salze. Das in Salzlecken vorgelegte Salz enthält Natrium, Magnesium und in unterschiedlichen Konzentrationen Zink, Kobalt, Jod, Selen und Eisen.

Nicht nur der Haarwechsel und der Knochen- und Geweihaufbau sondern auch die Milchbildung bewirken einen erhöhten Bedarf. Ebenfalls wichtig sind die Mineralien und Spurenelemente für die Blutbildung, als Schutz gegen Parasiten und für den Aufbau von Verdauungsenzymen. Natürliche Natriumquellen sind in der Kulturlandschaft mittlerweile leider Mangelware.

Um diesen Bedarf besser decken zu können ist die Möglichkeit gegeben Salzlecksteine, Mineralsalzbruchsteine oder Viehlecksteine im Revier anzubieten.

Dafür bietet der Sunnahof in Göfis die passende Reviereinrichtung an:

Die Salzlecke eignet sich ideal zur Montage am Baum, Baumstumpf oder Pfahl.

 

Kleine Salzkiste

  • Material: 12 mm Seekiefer, 4 mm Dachpappe geflämmt
  • Leiste vorne nicht geleimt, versetzbar
  • Innenmaße ca. 20 x 15 x 20 cm
  • Rückseite bündig

€ 28,– pro Stück

Aktion für Mitglieder der Vlbg. Jägerschaft: 6 + 1 Gratis

Große Salzkiste (Rotwild)

  • Material: 12 mm Seekiefer, 4 mm Dachpappe geflämmt
  • Leiste vorne nicht geleimt, versetzbar
  • Innenmaße ca. 25 x 20 x 25 cm
  • Rückseite bündig

€ 34,– pro Stück

Aktion für Mitglieder der Vlbg. Jägerschaft: 6 + 1 Gratis

Kollektivvertrag Jagdschutzorgane 2026

Im Zuge der Kollektivvertragsverhandlungen einigten sich die Vertragspartner für die im Land Vorarlberg tätigen Jagdschutzorgane auf folgende Anpassung:

Erhöhung der Gehälter um 3,5 % ab 1. April 2026:
(1) Teilzeitbeschäftigte (nebenberufliche) Jagdschutzorgane werden entsprechend ihrer Dienstleistung tageweise entlohnt und erhalten für ihre Arbeitsleistung pro Tag mindestens € 136,07.
(2) Vollbeschäftigte Jagdschutzorgane (Berufsjäger) erhalten ein monatliches Gehalt in der
Höhe von mindestens € 3.605,85.


Erhöhung der Schutz- und Arbeitskleidungspauschale lt. § 12 des KV und Klarstellung, dass diese nicht im jeweiligen Monat in Anspruch genommen werden muss, sondern pro Jahr bis zu € 1.500,00 betragen kann:

Der aktuelle Kollektivvertrag steht hier zum Download bereit.

Die einzelnen Änderungen sind im Begleitschreiben angeführt.

Vereinbarung über Schussgelder für die im Land Vorarlberg tätigen Jagdschutzorgane.

Landesweite Birkwildzählung 2026

Dem zweijährigen Turnus entsprechend findet im Frühjahr 2026 wieder eine landesweite Birkwildzählung statt. Als Zähltermin wurde folgendes Datum fixiert:

 

TERMIN:  2. MAI 2026

AUSWEICHTERMIN: 9. MAI 2026

 

Jede Hegegemeinschaft sollte die Zählung intern koordinieren und die Zählergebnisse gesammelt an die Geschäftsstelle übermitteln.

Im Fall von schlechter bzw. ungeeigneter Witterung kann die jeweilige Zählung auf den Ausweichtermin, welcher eine Woche später stattfindet, verschoben werden.

Die notwendigen Unterlagen für die Zählung wurden den zuständigen Hegeobmännern zugesandt können hier heruntergeladen werden:

 

Wir bitten Sie, auch heuer wieder an der Birkwildzählung teilzunehmen. Nur durch das gewissenhafte Monitoring in Form von Zählungen und durch die abgegebenen Birkwildberichte ist die Möglichkeit einer Frühjahrsbejagung durch Ausnahmeverordnungen auch in Zukunft gegeben. Die langjährigen Zähldaten belegen eine stabile Bestandesentwicklung des Birkwildes in Vorarlberg – mit natürlichen Schwankungen (siehe Grafik).



Entwicklung der Birkwild-Bestandeserhebung in den Jahren 2000 – 2024 (in den Jahren 2006-2007 fand keine Erhebung statt. 2015, 2017, 2019, 2021 und 2023 erfolgte die Bestandeserfassung durch Intensivzählung in den Refenzgebieten) – aufgeteilt auf Hahnen, Schneider und Hennen

Der Umgang mit den erhaltenen Daten ist natürlich streng vertraulich!

 

Fragen zum landesweiten Birkwildmonitoring können gerne an die Geschäftsstelle (info@vjagd.at) gerichtet werden.

Zudem ist die Weiterführung von Habitatpflegemaßnahmen, wie der Schaffung von strukturreichen Biotopen durch Schwenden, notwendig, um die vorhandenen Lebensräume dieser interessanten Wildart zu schützen und zu erhalten.

Webinar: Tuberkulose bei Nutz- und Wildtieren

Die Vorarlberger Jägerschaft setzt sich auch bei konfliktbeladenen Themen sachlich, differenziert und fachlich fundiert mit der Materie auseinander.
Das Webinar mit knapp 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterstrich den hohen Informationsbedarf und den Bildungsauftrag der Jägerschaft.
Die gelungene Veranstaltung kann ab sofort jederzeit online nachgesehen werden: 

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Biodiversitätspreis 2025

Das Projekt „Wiesenbrüterschutz im Vorarlberger Rheintal“ wurde mit dem Biodiversitätspreis 2025 des Vereins Grünes Kreuz ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung fand im österreichischen Parlament in Wien statt. Die Trophäe sowie das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wurden von Dr. Christa Kummer, Präsidentin des Vereins Grünes Kreuz, an die Projektverantwortlichen überreicht

Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagieren sich im Rheintal Vertreterinnen und Vertreter der Jägerschaft, der Landwirtschaft und des Naturschutzes gemeinsam für den Erhalt stark gefährdeter Wiesenbrüterarten wie Kiebitz, Bekassine, Großer Brachvogel und Braunkehlchen. Das Vorarlberger Projekt gilt dabei österreichweit als beispielgebend für erfolgreichen Artenschutz auf Basis regionaler Zusammenarbeit.

Vier Säulen des Erfolgs

Der Wiesenbrüterschutz im Rheintal basiert auf einem klar strukturierten Maßnahmenpaket:

  • Lebensraumerhalt und -pflege, insbesondere durch den Schutz und die Bewirtschaftung von Streuwiesen

  • Monitoring und Nestschutz durch revierkundige Jäger und engagierte Ehrenamtliche

  • Besucherlenkung im sensiblen Naherholungsraum

  • Prädatorenmanagement

Gerade die enge Kooperation zwischen Revierinhabern und Bewirtschaftern ermöglicht es, Brutflächen gezielt zu sichern und den Bruterfolg nachweislich zu steigern. In den sieben beteiligten Jagdrevieren sind Nestmarkierungen, Schutzmaßnahmen und begleitende Öffentlichkeitsarbeit längst gelebte Praxis

Preisverleihung im Parlament

Bei der Präsentation des Projekts in Wien waren Landesjägermeister Dr. Christoph Breier, Gernot Heigl MSc, Geschäftsführer der Vorarlberger Jägerschaft, der jagdliche Projektkoordinator Reinhard Hellmair sowie Bianca Burtscher, Geschäftsführerin des Naturschutzbundes Vorarlberg, vertreten. Unter den Gästen befanden sich zudem zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und jagdlichen Fachorganisationen.

„Diese Auszeichnung gilt nicht nur dem Projekt – sie würdigt das langjährige Engagement aller Beteiligten vor Ort“, betonte Landesjägermeister Dr. Christoph Breier im Rahmen der Preisverleihung. Die Jury hob insbesondere die breite Trägerschaft sowie den gelungenen Schulterschluss zwischen Nutzung und Naturschutz hervor. Das Preisgeld wird gezielt für weitere Lebensraumverbesserungen, Monitoringmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit im Rheintal eingesetzt.