Am Samstag, den 30. Mai 2026, lud die Bezirksgruppe Bludenz zur traditionellen Abwurfstangenschau nach Bürs ein. In Kombination mit dem Bürser Jagdschießen entstand ein würdiger Rahmen für diese wichtige Veranstaltung. Die zentral gelegene und wetterfeste Örtlichkeit bot ideale Bedingungen – und die Hegegemeinschaften des Bezirkes Bludenz präsentierten die Abwurfstangen ihrer Reviere.
Fachlich fundierte Grundlage für die Abschussplanung
In seiner Begrüßungsrede betonte LJM BJM ROJ Manfred Vonbank die Wichtigkeit, im Frühjahr die abgeworfenen Stangen zu sammeln und gemeinsam auf dieser Veranstaltung zu präsentieren. Hier geht es nicht um Trophäenkult, sondern um gesicherte Informationen über die Gesundheit und Zusammensetzung des Rotwildbestandes zu erhalten. Diese wildbiologische Daten sind ein wesentlicher Teil für eine fachgerechte Abschussplanung. Wobei die TBC-Bekämpfungsgebiete aufgrund der besonderen Abschussvorgaben bei dieser Statistik weniger berücksichtigt werden können.
Durch das jährliche Auspunkten der Stangen und dem Bilden des Durchschnitts der 20 besten Hirsche, können frühzeitig Trends erkannt werden. Im letzen Jahr gaben es einen Durchschnitt von ca. 190 Punkten, heuer von 186 Punkten – somit nahezu gleich geblieben.
Organisation und Highlights
Die Organisation übernahm JSO Andreas Wiedemann mit einem engagierten jungen Team. Bewertung der Trophäen, Bildmaterial für das Hirschbüchlein sowie der Ablauf der Veranstaltung wurden vorbildlich umgesetzt – Weidmannsdank dafür!
Insgesamt wurden heuer 170 Stangen aufgelegt, davon 93 Erntehirsche. Die ältesten Hirsche waren Linus aus Vandans (Hg. 3.3) mit 18 Jahren und Glenfiddich aus dem Walsertal (HG1.1) mit
16. Jahren.
Die drei stärksten Hirsche
3.3 Rellstal-Gauertal-Gamperdelstal 3.3 Rellstal-Gauertal-Gamperdelstal 3.3 Rellstal-Gauertal-Gamperdelstal
Links: Gluriser mit 216,98 Punkten (7. Kopf) Mitte: Kurz mit 217,15 Punkten (12. Kopf) Rechts: Stark mit 209,61 Punkten (8. Kopf)
Das „Hirschbüchle Bezirk Bludenz“ wird auch heuer wieder aufgelegt und kann an den üblichen Verkaufsstellen erworben werden.
Am Nachmittag klang die Veranstaltung beim Bürser Jagdschießen aus. Hier bot sich nochmals Gelegenheit zum kameradschaftlichen Austausch – ganz im Sinne der gelebten Jagdkultur: in Gemeinschaft, einem „Schwätzle“ in jagdlicher Runde und Austausch über Jagderlebnisse.
